Ort: 18:30 St Johanns-Vorstadt 10, 4056 Basel
Die Welt brennt. Der Krieg im Nahen Osten tritt in eine neue Eskalationsstufe: Während der Genozid in Gaza weitergeht, weiten Israel und die USA ihre Angriffe auf die gesamte Region aus, bis hin zu einer direkten Konfrontation mit dem Iran und Angriffen im Libanon. Doch diese Entwicklung bleibt nicht auf die Region beschränkt.
Was wir im Nahen Osten sehen, ist Ausdruck einer globalen Entwicklung: Aufrüstung, Krieg und zunehmende Instabilität prägen die gesamte Weltlage. Die sogenannte regelbasierte Weltordnung, auf die sich die herrschende Klasse jahrzehntelang berufen haben, zerbricht.
Mit diesem Zerfall gerät auch das Schweizer Erfolgsmodell ins Wanken. Die Schweiz kann sich der globalen Krise nicht mehr entziehen: Zollkonflikte treffen die Industrie, der internationale Druck, sich einem Block unterzuordnen, nimmt zu und gleichzeitig soll das Militärbudget massiv erhöht und durch die Mehrwertsteuer bezahlt werden. Also von der Arbeiterklasse.
Diese Angriffe kommen in einer Situation, in der viele Arbeiter schon jetzt kaum über die Runden kommen. Die Mieten steigen, die Krankenkassenprämien explodieren, die Preise für den täglichen Bedarf gehen nach oben und jetzt soll auch noch die Mehrwertsteuer erhöht werden. Das ist nichts anderes als eine Lohnkürzung für die Arbeiterklasse.
Dieser wachsende Unmut in der Bevölkerung wird von der SVP aufgegriffen. Mit der 10-Millionen-Initiative versucht sie, diese Unzufriedenheit gezielt auf Migranten abzulenken und die Arbeiterklasse zu spalten. So soll verhindert werden, dass sich die Wut gegen das System selbst richtet.
Was wir heute erleben, ist kein Zufall. Es ist Ausdruck eines Systems, das in einer Sackgasse steckt. Der Kapitalismus ist nicht mehr in der Lage, die Probleme zu lösen. Im Gegenteil: Er produziert immer tiefere Krisen.
Doch dieser Prozess verläuft nicht einseitig. Die gleichen Bedingungen führen zu einem Klassenbewusstsein bei der Arbeiterklasse. Streiks wie im Waadtland oder bei den Busfahrern in Winterthur sind Ausdruck dieser Entwicklung. Das zeigt: Die Arbeiterklasse wird heute nicht einfach passiv oder nach rechts gezogen. Unter dem Druck der Verhältnisse beginnt sie, Schlussfolgerungen zu ziehen und für die Verteidigung ihrer Lebensbedingungen zu kämpfen.
An diesem Event zeigen wir, wie Krieg, Imperialismus, rechte Hetze und Klassenkampf zusammenhängen, welche Rolle die Arbeiterklasse und die Jugend darin spielen und warum der Aufbau einer revolutionären kommunistischen Organisation notwendig ist, um gegen diese Angriffe zu kämpfen.
Komm vorbei, diskutier mit uns und schliess dich der RKP an.
Perspektive — von Caspar Oertli, Redaktion — 29. 04. 2026
Kunst & Kultur — von Michelle Bogatov, Freiburg — 29. 04. 2026
Nordamerika — von John Peterson, Communists of America (Publikation: 6. März) — 18. 04. 2026
Schweiz — von Tobias Sidler, Bern — 13. 04. 2026