Der Kapitalismus ist nur noch absurd. Nie verfügte die Menschheit über einen gewaltigeren gesellschaftlichen Reichtum, nie über einen grösseren produktiven Output, nie über eine höher entwickelte Technologie. Und dennoch heisst die Realität für die breiten Massen mehr Stress, Überlebenskampf, Armut, zunehmende Kriege und eine drohende Klimakatastrophe.

Alles wäre im Überfluss vorhanden für ein gutes Leben für alle: Arbeitskräfte und Wissen, Maschinen und Rohstoffe. Aber im «effizientesten aller Systeme» heisst das nur, dass Elon Musk Marsmissionen als Hobby betreibt, während ganze Weltregionen in Hungerkrisen versinken.

Der Kommunismus wird dieser Absurdität ein für alle Mal ein Ende setzen. Er wird die kapitalistischen Fesseln sprengen und das gigantische Potenzial freisetzen, das in den Menschen schlummert.

Eine Utopie?

Es gab eine Zeit, da war der Kapitalismus historisch fortschrittlich. Heute verfault das System und zieht die Menschheit zurück. 2025 zahlten sich die Kapitalisten der grossen Schweizer Unternehmen 62,5 Milliarden Franken an Dividenden aus – ein neuer Rekord, wie in jedem Jahr davor. Das würde reichen, um HIV, Tuberkulose und Malaria in der Welt zu bekämpfen, dadurch 23 Millionen Leben zu retten und obendrauf noch die Bildungsausgaben in der Schweiz um 50 % zu steigern, neue Schulen zu bauen, Klassenzimmer zu klimatisieren und mehr Lehrpersonal einzustellen.

Das zeigt nur, was für schamlose Lügner diese bürgerlichen Ideologen sind, die stets behaupten, dass «wir» uns mehr Geld für Soziales «nicht leisten» könnten. Es sind diese selben Lügner, die uns Kommunisten «Utopisten» nennen. Nichts könnte verkehrter sein. Wie Marx erklärte, entwerfen Kommunisten nicht eine «schöne Utopie» einer neuen Gesellschaft in ihren Köpfen. Wir schauen umgekehrt auf den Kapitalismus, wie er ist und erkennen darin, wie er überwunden werden muss. Schauen wir uns das an.

Privateigentum aufheben

Der Kapitalismus basiert auf einem grundlegenden Widerspruch: Die Arbeiterklasse schafft kollektiv den gesamten Reichtum der Gesellschaft, aber die Unternehmen – und damit die Kontrolle über die ganze Wirtschaft – sind im privaten Eigentum einer winzigen Minderheit von Kapitalisten. Weil jedes Unternehmen auf dem Markt bestehen muss, verfolgt jedes blind seinen eigenen Profit, ohne jede Rücksicht auf die Folgen für Gesellschaft und Umwelt.

Alles, was Kommunisten vorschlagen, ist, diesen Widerspruch aufzuheben: die Kapitalisten zu enteignen und die Produktionsmittel – Rohstoffe, Fabriken, Maschinen – unter die demokratische Kontrolle der Arbeiterklasse zu stellen. So fällt der Zwang zum Profit und die blinde Anarchie des Marktes. Die Arbeiter können die Ressourcen rational einsetzen, um unser aller Leben zu verbessern.

Das ist radikal und umfassend. Aber es ist weder extrem noch sonderlich kompliziert. Der Kapitalismus selbst hat die Grundlage dafür geschaffen: In der Schweiz haben wir eine moderne, automatisierte Industrie und eine gut ausgebildete Arbeiterklasse. Schon heute produzieren, verteilen und verwalten die Arbeiter alles in der Gesellschaft. Sie bauen Kraftwerke, Flugzeuge und Computer, programmieren Software, transportieren all unsere Waren, pflegen unsere Alten und erziehen unsere Jungen.

Planwirtschaft in der Schweiz

Indem wir die Kommandohöhen der Wirtschaft – die Banken, wichtigsten Industrien, Transport und Kommunikation – unter die demokratische Verwaltung der Arbeiterklasse bringen, können wir sie in einem gesamtgesellschaftlichen Plan zusammenführen. 

So lassen sich alle heutigen Probleme schnell lösen: Wohnungsnot, überfüllte Schulen, explodierende Krankenkassenprämien, Burnouts, keine Sicherheit vor häuslicher Gewalt und so vieles mehr. All diese Hässlichkeiten sind heute komplett unnötig und existieren nur noch wegen des Privateigentums.

Auf jeder Stufe der Produktion und Verteilung gehen Ressourcen verloren, weil sie der Profitmaximierung dienen. Die Pharma forscht für zahlungskräftige Kunden statt gegen die schlimmsten Krankheiten; Immobilienfirmen bauen Luxuswohnungen oder leerstehende Büros als Wertanlage statt bezahlbaren Wohnraum. Wenn die Arbeiter die Wirtschaft kontrollieren, wird sich alles danach richten, was wir als Gesellschaft tatsächlich brauchen, nicht was einzelne Unternehmen am profitabelsten verkaufen können.

Ganze Branchen und Berufsgruppen existieren heute nur für den Kapitalismus: Luxus- oder Rüstungsindustrie, Versicherungen, PR und Werbung, Unternehmensberatung, die meisten Juristen… Hunderttausende Arbeitskräfte werden stattdessen gesellschaftlich nützliche Arbeit leisten können.

Die Doppelspurigkeiten der konkurrierenden Unternehmen werden eliminiert: Statt dass in jedem Quartier nebeneinander ein Migros, Coop und Denner stehen, werden sie in einem Verteilnetz zusammengefasst. Ohne einen einzigen Abstrich im Angebot werden wir sofort die Lebensmittelpreise halbieren können.

Alle diese vom Profitzwang befreiten gesellschaftlichen Ressourcen können in wirklich Wichtiges investiert werden: Bildung, Gesundheit, Soziales, Kultur und vieles mehr. Unsere Alten und Kranken werden endlich von genug Pflegern mit genug Zeit gepflegt, unsere Kinder von ungestressten Lehrern in kleinen Klassen geschult. Und das alles ist nur der Anfang – durch die simple Reorganisation auf der Grundlage des Bestehenden. Zusätzlich werden wir in die Entwicklung neuer Technologien investieren, die mühsame Arbeiten eliminieren und unsere Leben leichter machen werden.

Die Planwirtschaft wird den Lebensstandard in der Schweiz massiv steigern. Durch die Elimination von kapitalistischen Bullshit-Jobs, Automatisierung und die rationale Verteilung der notwendigen Arbeit wird die Arbeitszeit für alle drastisch verkürzt werden. Die 25-Stunden-Woche wird innert Kürze zur Realität.

Internationalismus

Eine kommunistische Schweiz könnte nicht als isolierte Insel funktionieren. Sie wird in einen gemeinsamen internationalen kommunistischen Plan integriert sein, durch den auch endlich die Klimakrise bekämpft werden kann.

Der Schweiz kommt eine wichtige Rolle zu. Der heutige Schweizer Kapitalismus – mit seinen Grosskonzernen im Rohstoffhandel, der Pharma, den Banken – ist ein besonders parasitärer Imperialismus. Die Enteignung von Trafigura und Glencore, von Nestlé, der UBS, Novartis oder Roche wird ein riesiges Gewicht entfernen, das den Rest der Welt in künstlicher Armut niederhält. 

Wenn die Arbeiterklasse die Schweizer Banken enteignet, wird sie als erstes die Schulden der armen Länder streichen. Wenn sie Novartis und Roche übernimmt, wird sie die mörderischen Patente eliminieren, damit überall billige Medikamente für die Arbeiterklasse produziert werden können.

Statt die Entwicklung der armen Länder zu blockieren, wird die Schweizer Arbeiterklasse ihr Knowhow – die Technologie ihrer Präzisionsindustrie, die Forschung der Pharma – der gesamten Welt zur Verfügung stellen, um den Lebensstandard überall auf das Niveau der Schweiz und weit darüber hinaus zu heben. Diese Parasiten zu enteignen, ist die historische Bestimmung der Schweizer Arbeiterklasse und ihr grösster Dienst am Weltproletariat.

Neue Menschen

Auf dieser neuen wirtschaftlichen Grundlage werden sich die gesamten Lebensbedingungen, Beziehungen und die Moral – und damit die Menschen selbst – verändern.

Die bürgerlichen Ideologen sagen, der Kommunismus gehe gegen «die menschliche Natur». Er könne nicht funktionieren, weil die faulen und egoistischen Menschen keinen Anreiz zum Arbeiten und für Innovation haben werden.

Aber es ist genau umgekehrt. Menschen sind soziale Wesen. Wir können nur kollektiv produzieren, überleben und leben. Es ist der Kapitalismus mit seinem künstlichen Mangel, der uns in einen Überlebenskampf und in die gegenseitige Konkurrenz treibt. In diesem System arbeiten die meisten aus finanziellem Zwang. Nichts ist zermürbender als ewige Arbeitstage in sinnlosen Jobs – oder konstant davon abgehalten zu werden, einen nützlichen Job gut auszuführen. Diese Zwangsjacke des Kapitalismus zu sprengen, wird das grenzenlose schöpferische Potenzial der Menschen erst entfesseln.

Mit den Grundbedürfnissen gesichert, werden sich gesunde zwischenmenschliche Beziehungen entwickeln. Gewalt und Unterdrückung werden nach und nach verschwinden. Mit der kürzeren Arbeitswoche wird erstmals die breite Mehrheit Zeit und Kraft haben, in die höchsten Sphären der menschlichen Kultur vorzudringen. Kunst und Wissenschaft werden eine Blüte von nie gesehenem Ausmass erleben.

In einer Spanne von ein paar Generationen werden die Wunden von zwölftausend Jahren Klassengesellschaft vollständig heilen. Die Menschheit wird ankommen in einer freien, klassenlosen Gesellschaft, ohne Krieg und Ausbeutung, in der die Menschen erstmals die Herrscher ihres eigenen Schicksals sind. 

Staat und Revolution

Das ist nicht eine «schöne Idee» unter vielen. Es ist die einzige wissenschaftliche Lösung für die Krise der Menschheit. 

Aber die heutigen Regierungen werden niemals die Kapitalisten enteignen und eine Planwirtschaft unter Arbeiterkontrolle einführen. Ihr Staat, mit all seinen Institutionen, dient dem Schutz des Privateigentums und den kapitalistischen Interessen. Die Arbeiterklasse muss selbst die Macht übernehmen. Das ist die Bedeutung einer kommunistischen Revolution.

In unserer Generation wird es zahlreiche Möglichkeiten dazu geben. Die aktuelle Situation erscheint so chaotisch, weil wir in einer entscheidenden Übergangsphase der Geschichte leben. Die alte kapitalistische Welt liegt im Sterben, aber die Arbeiterklasse steht erst am Beginn eines Prozesses, in dem sie sich ihrer kollektiven Macht bewusst werden wird: dass die scheinbare Übermacht dieser Konzerne und Regierungen wie Staub zerfällt, wenn die Arbeiterklasse durch Generalstreiks und Massenbewegungen die gesamte Wirtschaft lahmlegt.

Überall beginnt der Klassenhass gegen diese abscheuliche superreiche Epsteinklasse zu steigen. Die Sackgasse des Kapitalismus, ihre Sparmassnahmen, ihre Kriege, ihre Dekadenz bereiten in einem Land nach dem anderen riesige Klassenkämpfe und soziale Explosionen vor.

Das ist nicht die Zeit, um passiv an der Seitenlinie zu bleiben. Die Arbeiterklasse braucht eine revolutionäre Partei, die gross und stark genug wird, um in den kommenden Klassenkämpfen die breiteren Massen für das kommunistische Programm zu gewinnen und unter dem Druck der bürgerlichen Hetze nicht einzuknicken.

Du solltest dich der RKP anschliessen. Wir brauchen jede und jeden. Wir werden dich trainieren in den mächtigen Ideen des Marxismus und den Lektionen des Klassenkampfes. Gemeinsam werden wir uns dieser gewaltigen Aufgabe der Geschichte annehmen.