Wer sich für den Kommunismus interessiert, stösst auf Mao Zedong. Wer aber hofft, von Mao eine brauchbare revolutionäre Strategie zu erlernen, wird enttäuscht. Die chinesische Revolution war enorm fortschrittlich, erzielte ihre Erfolge aber nicht wegen, sondern trotz des Maoismus.

Am 9. September jährt sich der 50. Todestag von Mao Zedong. Angesichts der tiefen Krise des Kapitalismus interessiert sich eine neue Generation für den Kommunismus und stösst dabei auch auf Mao. Es geht um mehr als Mao-Edits auf Tiktok: Junge Revolutionäre wollen lernen, wie ein armes, unterdrücktes Land den Imperialismus abschütteln konnte.

Die bürgerliche Presse wird Maos Todestag als Anlass nehmen, um den Kommunismus insgesamt zu diskreditieren. Unsere Kritik am Maoismus ist das genaue Gegenteil. Wir sagen: Es gibt einen erfolgversprechenden Weg zu einer klassenlosen Gesellschaft, den wir aber nicht bei Mao, sondern bei Marx und Lenin finden.

In Verteidigung der chinesischen Revolution

Die chinesische Revolution von 1949 war ein epochaler Erfolg. Eine halbe Milliarde Menschen befreite sich vom demütigenden Joch des Imperialismus und des Kapitalismus. 

Maos Kommunistische Partei besiegte das von den USA unterstützte Kuomintang-Regime. Damit endete das «Jahrhundert der Demütigung» – ein Jahrhundert der Ausbeutung und Unterdrückung Chinas durch die westlichen und japanischen Imperialisten. Das legte die Grundlage für eine eigenständige Entwicklung und war eine Inspiration für koloniale Befreiungskämpfe. 

Die chinesischen Kapitalisten und Landbesitzer wurden enteignet und verloren ihre politische Macht. Die Lebensverhältnisse der überwältigenden Mehrheit der Chinesen verbesserten sich dank der Umverteilung des Landes an die arbeitenden und die landlosen Bauern. Ab 1953 wurde der Kapitalismus durch eine Planwirtschaft ersetzt. Die Folge waren rasches Wirtschaftswachstum und Industrialisierung des kriegszerstörten Landes. 

Das Leben der grossen Mehrheit der chinesischen Bevölkerung wurde besser: Die Lebenserwartung stieg, die Bildung wurde verbessert und die Opium-Epidemie beendet. Diese krassen Fakten erklären, warum der Maoismus eine Anziehungskraft hat.

Maoismus – Weiterentwicklung des Marxismus?

Der Maoismus behauptet von sich, der Schlüssel für die Fortschritte in China zu sein. Mao habe den Marxismus an chinesische Verhältnisse angepasst und die Revolution zum Sieg geführt. Das ist aber ein Mythos.

Der Maoismus bricht in Schlüsselfragen mit dem Marxismus. Diese Abweichungen führten zu massiven Fehlern und zur Restauration des Kapitalismus in China. Die Hauptquelle von Maos Fehlern liegt in Moskau. Der Maoismus ist letztendlich Stalinismus mit chinesischer Prägung. Und der Stalinismus seinerseits hat vollständig mit den Ideen von Marx und Lenin gebrochen.

Der Stalinismus hat seinen Ursprung in der Degeneration der Russischen Revolution. Unter den Bedingungen der Isolation begann eine Kaste von Beamten in Staat und Partei unter der Führung Stalins, die Arbeiterdemokratie zu untergraben. Nach dem Tod Lenins übernahm die Bürokratie die volle Kontrolle über den Arbeiterstaat und die bolschewistische Partei und änderte die Politik gemäss ihren Interessen. Anstatt die globale Revolution voranzutreiben, rief der Stalinismus die antimarxistische Politik des «Sozialismus in einem Lande» aus. 

Unter dem stalinistischen Einfluss gaben die kommunistischen Parteien überall auf der Welt auf, in ihrem Land eine Arbeiterrevolution anzuleiten. Sie wurden zum Spielball der russischen Bürokratie für diplomatische Manöver mit allerlei reaktionären Kräften. Das verlangte oft, revolutionäre Bewegungen zu verraten, weil Moskau mit ihrer herrschenden Klasse ein Bündnis schliessen wollte. Diese Politik ist der Schlüssel, um die Ideen Maos zu verstehen.

Die Kernelemente des Maoismus sind entweder neu verpackte Ideen Stalins oder Improvisationen, die aus den Fehlern der stalinistischen Politik entsprangen. Die nachfolgenden Kapitel behandeln drei zentrale Pfeiler des Maoismus. Erstens die Konsequenzen der maoistischen Guerilla-Methoden. Zweitens das Scheitern der reformistischen Klassenkollaboration. Und drittens die konterrevolutionäre Politik des Maoismus an der Macht.

Wer macht die Revolution?

Marx und Engels haben die Arbeiterklasse als Träger des Sozialismus identifiziert. Selbst als gesellschaftliche Minderheit können die Lohnarbeiter sich ihrer Interessen bewusst werden, sich organisieren, die kapitalistische Produktion lahmlegen und eine neue kollektive Produktionsweise aufbauen. Die Rolle der Kommunistischen Partei besteht nicht darin, die Aktivität der Arbeiterklasse zu ersetzen, sondern darin, der Selbstemanzipation der Arbeiterklasse einen bewussten Ausdruck, eine Führung zu geben.

Die Russische Revolution von 1917 bewies, dass das nicht nur für Industrienationen gilt. Auch im unterentwickelten Russland mit einer Bauernmehrheit führte die urbane Arbeiterklasse die Revolution an. Die Kommunisten um Lenin und Trotzki gewannen eine Mehrheit der Arbeiter, welche die Macht übernahmen und mit einer korrekten Politik auch die Bauern hinter sich scharen konnten.

In der chinesischen Revolution von 1949 war hingegen die chinesische Rote Arme der Hauptakteur. In einem langgezogenen bewaffneten Bürgerkrieg hatte die Kommunistische Partei ihre Verankerung in der Arbeiterklasse verloren und sich in eine Guerilla-Armee verwandelt. 20 Jahre lang besetzten sie abgelegene Territorien und entwickelten militärische Expertise. Ihre soziale Basis war die Bauernschaft, die den Kommunisten dank deren Landreformen sympathisch gegenüberstanden. 

Mao verkauft diese Strategie des «Volkskrieges» als brillante Innovation. In Wahrheit fanden sich Kommunisten in unzugänglichen Bergtälern, weil sie vor staatlicher Repression fliehen mussten. Die Ursache dafür liegt im Desaster, das Stalins Chinapolitik in den 1920er-Jahren angerichtet hat. Nach einer blutigen Niederlage der Revolution von 1925-1927 hatte die KP ihre Basis in den Städten verloren. Die Kommunisten machten aus der Not eine Tugend: Sie erklärten den militärischen Kampf im Hinterland zur richtigen revolutionären Strategie. Nur so konnte Stalins Versagen in den 20ern als bewusste taktische Wende kaschiert werden. So entstand der Maoismus.

Auf Basis einer Bauern-Guerilla, abgekoppelt von der Arbeiterklasse, war die Machtergreifung 1949 nur dank extrem glücklicher Umstände möglich. Das bürgerliche Kuomintang-Regime war wiederholt nahe daran, die Kommunisten vollständig auszulöschen. Das wäre das typische Schicksal von Guerilla-Gruppen gewesen. Allerdings startete Japan 1937 eine Invasion Chinas und lenkte die Kuomintang entscheidend ab und gab der KP unbeabsichtigt Luft zum Atmen. Nach der Niederlage Japans im Zweiten Weltkrieg profitierte Mao zudem von einem einzigartig günstigen internationalen Kräfteverhältnis. Die Stärkung der Sowjetunion bedeutete, dass der (US-)Imperialismus der Kuomintang zwar Waffen und Geld sandte, aber nicht direkt militärisch intervenieren konnte. 

Alleine konnte sich die Kuomintang nicht halten. Der Kapitalismus spielte in China keine fortschrittliche Rolle mehr. Als Partei der parasitären Landbesitzer und Händler war die Kuomintang verhasst. Ihre Offiziere waren unfähig und bereicherten sich damit, amerikanische Waffen an die Rote Arme zu verkaufen. Maos Truppen konnten hingegen auf den Rückhalt der Bevölkerung zählen.

Maos kleinbürgerliche Armee besiegte 1949 die Kuomintang und baute bald darauf eine Planwirtschaft auf. Das war enorm fortschrittlich. Auf Basis seiner stalinistischen «Stellvertreterpolitik» war aber keine gesunde Planwirtschaft – geschweige denn echter Sozialismus – möglich, sondern nur ein deformiertes Regime. Die revolutionäre Volksrepublik basierte auf dem Staatseigentum an den Produktionsmitteln, aber der Staat stand nicht unter demokratischer Kontrolle der Arbeiter oder der Bauern. Stattdessen war die Macht in den Händen der Roten Armee konzentriert, die sich nach Jahrzehnten des militärischen Kampfes an das undemokratische Kommandieren gewöhnt war. 

Die Bolschewiki hatten 1917 den einzigen nachhaltigen Weg vorgemacht. Sie hatten sich voll und ganz auf die Sowjets gestützt: die demokratischen Kampforgane, die von der Arbeiterklasse im revolutionären Kampf selbst aufgebaut wurden. Die Bolschewiki erklärten geduldig, dass die Sowjets die Macht in die eigenen Hände nehmen mussten. So halfen sie der Arbeiterklasse, die Sowjets in die Pfeiler eines gesunden revolutionären Staats zu verwandeln.

Maos Strategie verunmöglichte hingegen die Selbstaktivität der Arbeiterklasse in der Revolution, die die Voraussetzung für ein demokratisches Regime ist. Anstatt sich mit den vielfältigen Bewegungen der chinesischen Arbeiter, Studenten und Soldaten zu verbinden, isolierte sich die KP in ihren abgelegenen Basen. Das begünstigte die Deformation, deren Folgen der Artikel später noch behandelt.

Die Erfahrungen der chinesischen Revolution sind eine Bestätigung des Marxismus: Auch in unterentwickelten Ländern müssen sich die Kommunisten voll auf die Arbeiterklasse stützen. Selbstverständlich spielen auch die Bauern eine wichtige Rolle und ebenso haben bewaffnete Einheiten ihren Platz. Aber keine Kraft – nicht die Bauern, und schon gar keine Bauernguerilla – kann die Arbeiterklasse ersetzen.

Etappentheorie: Maos Reformismus

Mao ist auch ein schlechter Ratgeber für Revolutionäre, weil er gar nicht den Sturz des Kapitalismus geplant hatte. Seine bekanntesten Ideen, wie die Theorie der Widersprüche, oder die Neue Demokratie, sind reformistisch und mussten von Mao unter dem Druck der Realität aufgegeben werden.

Maos Theorie der Widersprüche diente vor allem dazu, ab 1937 ein Bündnis mit der bürgerlichen Kuomintang zu legitimieren. Der Hintergrund davon war die Invasion Chinas durch Japan, die den Beginn des Zweiten Weltkrieges markierte. Stalin befürchtete (zu Recht), dass Japan auch die Sowjetunion bedroht und war auf der Suche nach Verbündeten. Er fand sie in der Kuomintang und ordnete Mao an, den Bürgerkrieg zu beenden und sich mit der Kuomintang in einer Volksfront gegen Japan zu vereinen.

Als Nationalist war Mao einem patriotischen Bündnis aller Chinesen gegen den Imperialismus nicht per se abgeneigt. Um sich mit den Landbesitzern und Kapitalisten zu verbünden, musste die KP allerdings den Klassenkampf der Bauern und Arbeiter zurückhalten, um die Besitzenden nicht zu verschrecken. Also erklärte Mao den Kampf gegen Japan zum «Hauptwiderspruch», zum aktuell wichtigsten Kampf, für den alle anderen sozialen Kämpfe (Widersprüche) pausiert werden müssten. Er hat eine banale reformistische Idee in ein pseudomarxistisches Gewand gekleidet.

Trotz des ehrlichen Versuchs der Kommunisten, den Klassenkampf zu pausieren, funktionierte es überhaupt nicht. Denn die «patriotische» Bourgeoisie Chinas hatte viel mehr Angst vor den Bauern und der Arbeiterklasse als vor dem Imperialismus. Für sie war der Sieg Japans das kleinere Übel gegenüber der Zusammenarbeit mit den Kommunisten. So musste die KP den Bürgerkrieg wieder aufnehmen und erzielte dort Erfolge, wo sie tatsächlich Klassenkampf betrieb und Landreformen durchführte.

Die reformistische Perspektive behielt Mao bei. Von Stalin hatte er die Etappentheorie gelernt, die besagt, dass Länder wie China zu unterentwickelt seien für den Sozialismus und sich deshalb zunächst auf eine «demokratische», also bürgerliche,  Revolution beschränken müssten. Deshalb war Maos Ziel nicht Sozialismus, sondern die «Neue Demokratie», eine jahrzehntelange kapitalistische Phase. In der Realität weigerten sich die Kapitalisten jedoch, mit dem neuen Regime zu kooperieren, und flohen mit den Goldreserven nach Taiwan. Es blieb Mao nichts Anderes übrig, als entgegen seiner Theorie die Kapitalisten zu enteignen und eine Planwirtschaft einzuführen.

Maos Fehler belegen, dass im Zeitalter des Imperialismus alle Versuche, sich einer pseudo-fortschrittlichen nationalen Bourgeoisie politisch unterzuordnen, zum Scheitern verurteilt sind. Auch in unterentwickelten Ländern müssen die Arbeiter sofort zu sozialistischen Massnahmen übergehen, um die Probleme des Landes zu lösen. Maos Theorien sind für Revolutionen in (ex-)kolonialen Ländern völlig ungeeignet. Eine vorausschauende Methode für koloniale Revolutionen findet sich hingegen bei Lenin und Trotzki in der Theorie der «Permanenten Revolution».

Maoismus an der Macht

Nach der Revolution entfaltete der Maoismus seinen stalinistischen Charakter vollends. Und wie in Russland endete das mit der Rückkehr zum Kapitalismus.

Die internationale Situation brachte in der frühen Nachkriegszeit eine Vielzahl bürokratisch deformierter Arbeiterstaaten hervor, darunter Vietnam, Kuba oder Syrien. Ein entscheidender Faktor dafür war der Verrat der Revolutionen in den imperialistischen Staaten. Die antikolonialen Revolutionen in den unterentwickelten Staaten blieben isoliert und hatten nur die gestärkte Sowjetunion zum Vorbild. Wenn ein revolutionäres Land wie China isoliert bleibt, kann es keinen gesunden Sozialismus aufbauen. Isolation bedeutet Mangelwirtschaft und das ist der Nährboden für die Herausbildung einer stalinistischen Bürokratie. 

Mit der Machtergreifung hätten Mao und seine Genossen der Stalinisierung entgegenwirken können. Sie hätten in China echte Arbeiterkontrolle als Gegengewicht zur Bürokratie fördern können. Das hätte ihnen Zeit verschafft, ihre Isolation mit dem Vorantreiben der Weltrevolution zu durchbrechen. Dies hätte mit einer Vereinigung mit der Sowjetunion begonnen und die Unterstützung revolutionärer Prozesse in anderen Ländern beinhaltet. Das haben sie aber nicht getan.

Der Maoismus hat den neuen Staat bewusst nach dem Beispiel der bürokratischen Sowjetunion der 1950er-Jahre modelliert und nicht nach der demokratischen Sowjetunion von 1917. Die politische Repression in der neuen chinesischen Volksrepublik liess keinen Platz für Arbeiterdemokratie. Mao stand an der Spitze einer Staats- und Parteibürokratie, die die Geschicke des Landes gemäss ihren Interessen lenkte. 

Eine Planwirtschaft braucht aber demokratische Kontrolle, ansonsten sind Ineffizienz und desaströse Kehrtwendungen vorprogrammiert. Das zeigt sich beispielhaft im «Grossen Sprung nach vorn» ab 1958. Nach ersten wirtschaftlichen Erfolgen befahl Mao einen utopischen Kurs der vollständigen landwirtschaftlichen Kollektivierung und der dezentralen Industrialisierung. In wenigen Jahren sollte das arme agrarische Land in den Kommunismus springen. Es war ein Desaster. Bürokratische Kommando-Methoden führten in einem Kontext von Missernten zu einer Hungersnot, bei der 20 Millionen Menschen starben! Die meisten Massnahmen wurden zurückgenommen.

Die maoistische Aussenpolitik war das Gegenteil von kommunistischem Internationalismus. Nicht nur gab es keine Vereinigung der russischen und der chinesischen Planwirtschaften; die beiden Bürokratien verteidigten ihre nationalen Interessen eifersüchtig. Ab 1961 begannen sie, sich offen zu bekämpfen! Mao erklärte die Sowjetunion zum Hauptfeind und verbündete sich gegen diese mit den imperialistischen USA und der EU.

Wie Stalin versuchte Mao, diplomatische «Freunde» unter den kapitalistischen Mächten zu finden. Zu diesem Zweck ignorierte und sabotierte er Revolutionen. Zum Beispiel führte seine Politik in Indonesien 1965 zum Massaker von mehr als einer Million Kommunisten und Arbeiter. Das entsprach nicht den Bedürfnissen der Weltrevolution, sondern den konservativen Interessen der nationalen Bürokratie, die sich in der imperialistischen Welt einrichten wollte. 

Diese konterrevolutionäre Politik war das notwendige Produkt des bürokratisch deformierten Regimes in China. Sie vertiefte wiederum die Isolation und bereitete damit die Restauration des Kapitalismus vor. 

Stalinistische Regime können sich nicht ewig halten. Entweder die Arbeiter übernehmen die politische Macht, gliedern das Land in die Weltrevolution ein und bauen den Sozialismus auf. Oder die bürokratische Kaste will noch mehr Privilegien, als sie sich in der Verwaltung der Planwirtschaft zuschanzen kann und restauriert den Kapitalismus und verwandelt sich in eine besitzende Klasse. Letzteres ist in China passiert.

Die prokapitalistischen Tendenzen in der KP waren auch für Mao ersichtlich. Er verstand aber nicht, dass sie seiner eigenen stalinistischen Politik entsprangen. Deshalb blieb auch seine 1966 lancierte «Kulturrevolution» ergebnislos: Sie blieb ein Konflikt zweier Flügel der Bürokratie. 

Am 9. September 1976 starb Mao. Unter seinem Nachfolger Deng Xiaoping tastete sich die chinesische Bürokratie nach und nach zur Restauration des Kapitalismus in den 1980er und 1990er-Jahre vor. Roter Flaggen und Mao-Bilder zum Trotz: Heute dominieren in China Profitmotiv und Privateigentum.

Mao? Lenin!

Wir teilen vieles mit Maos Sympathisanten: den Willen zur Revolution, zum Sturz von Imperialismus und Kapitalismus sowie die Hochachtung ob der Leistung der chinesischen Revolution. Aber wir sind keine Nostalgiker. Der Maoismus hat als reformistische Strategie versagt und war konterrevolutionär im In- und Ausland. 

Unser Vorschlag: Orientieren wir uns an der Russischen Revolution von 1917. Die Ideen von Lenin und Trotzki zeigen den Weg vorwärts zur Revolution und zu einem Sozialismus, der wirklich einer ist. 


Lektüreempfehlungen

China: From Permanent Revolution to Counter-Revolution

Auf 520 Seiten liefert John Peter Roberts Buch eine umfassende Darstellung der Ereignisse und der politischen Schlüsselfragen der chinesischen Revolution. Von der Niederlage der 1920er-Revolution über die Entstehung des Maoismus und die Revolution 1949 bis hin zur Restauration des Kapitalismus in China.

Englisch, 25.-

Verteidigung der Dialektik: Kritik an Maos «Über den Widerspruch»

Daniel Morley und Parson Young erklären anhand von Maos bekanntestem Text, wie seine philosophische Methode mit der opportunistischen Volksfront-Politik zusammenhängt.

In Ausgabe 15 des Theoriemagazins In Verteidigung des Marxismus

Deutsch, Englisch oder Französisch,

7.- pro Einzelausgabe oder 30.- im Jahresabo

Geschichte des Trotzkismus in China

Der Maoismus war nicht alternativlos. Kenny Wallace zeichnet die Geschichte der trotzkistischen Bewegung in China nach und erklärt, wieso sie nie zu einer Massenkraft wurde.

In Ausgabe 18 des Theoriemagazins In Verteidigung des Marxismus

Deutsch, Englisch oder Französisch,

7.- pro Einzelausgabe oder 30.- im Jahresabo