Diesen Herbst hat sich die RKP ein klares Ziel gesetzt: 100 neue Kommunisten zu gewinnen. Damit die kommunistische Revolution siegt, müssen wir uns heute darauf vorbereiten. Und dafür brauchen wir dich!

Wir gehen dorthin, wo die Jugend ist, um sie für die Revolutionäre Kommunistische Partei zu gewinnen. Vor den Universitäten sprechen wir mit Studierenden und diskutieren mit ihnen über Kommunismus und Revolution. Dabei fällt uns sofort auf: Gerade unter Jugendlichen wächst ein grosses Interesse an kommunistischen Ideen. Das ist keine Überraschung, wenn wir uns die Welt anschauen, in der diese Generation aufwächst. Klimakrise, Kriege, Sexismus und Armut prägen ihr Leben und ihre Zukunft, während gleichzeitig eine kleine Minderheit immer reicher wird. Der Kapitalismus geniesst deshalb bei vielen Jugendlichen keinerlei Rückhalt – und genau daraus entsteht eine grosse Offenheit gegenüber revolutionären Ideen. 

In nur einer Woche haben wir in Fribourg, Zürich, Bern, Basel, Lausanne und Genf über 300 Zeitungen verkauft. 

Das Potential ist riesig: Allein an den Universitäten gibt es Tausende von Studierenden. Wir brauchen dich, um all diese Jugendlichen anzusprechen, mit ihnen zu diskutieren und sie für die Revolution und den Kommunismus zu gewinnen.

Durst nach Ideen

Gleichzeitig stossen wir gerade innerhalb der Universität auf unzählige Fragen und Vorurteile über Kommunismus und Marxismus. Kann Kommunismus wirklich funktionieren? Ist eine Revolution in der Schweiz möglich? Was schlagt ihr vor, sollten wir heute tun? Auf solche Fragen müssen wir klare Antworten geben können. Dafür ist Bildung entscheidend: Wir müssen revolutionäre Theorie studieren, uns im Marxismus ausbilden und die Geschichte und Gegenwart analysieren. 

Deshalb organisieren wir eine Reihe von öffentlichen Veranstaltungen zu den brennenden Fragen unserer Zeit (siehe Seite 19). Bilde dich mit uns im Marxismus aus und beginne dein Studium der revolutionären Theorie an unseren Events.

Revolutionäre Praxis

Doch Theorie und Bücher sind für uns kein Selbstzweck. Theorie ist Anleitung zur Praxis. Wir lesen, diskutieren und bilden uns, um danach zu handeln. Wir wollen nicht einfach zuschauen, wie sich die Welt entwickelt, sondern unsere Ideen aktiv nach aussen tragen: an die Universitäten, in die Schulen, auf Demonstrationen und in unser eigenes Umfeld. Wir wollen lernen, andere von unserem kommunistischen Programm zu überzeugen.

Aktuell finden in vielen Städten Demonstrationen gegen den Hitzesommer und die Klimakrise statt. Wir mobilisieren Studierende aktiv, um gemeinsam im kommunistischen Block auf die Strasse zu gehen. Dabei verteidigen wir die Perspektive, dass Revolution und Planwirtschaft die einzige Lösung für die Klimakrise darstellen. Wir wollen der Bewegung einen Weg nach vorne aufzeigen und mit anderen Demonstrationsteilnehmern darüber diskutieren, wie wir ihre Ziele erreichen können.

Wir sind momentan zu klein, um in diesen Kämpfen einen entscheidenden Unterschied zu machen. Ob Klimafrage, Frauenstreik, Palästina oder Sparmassnahmen: Diese Bewegungen brauchen ein revolutionäres Programm, um ihre Ziele zu erreichen. Um dieses Programm zu verankern, macht jeder weitere Kommunist einen Unterschied.

Deshalb müssen wir wachsen. Deshalb führen wir eine Rekrutierungskampagne durch, um die kommunistischen Kräfte der Schweiz aufzubauen und uns so für die heutigen Kämpfe und jene, die in Zukunft kommen, in Stellung zu bringen.

Du bist noch nicht Mitglied? Egal, ob Student oder nicht: Hilf uns, die nächsten 100 Kommunisten in der Schweiz zu organisieren!


Meine Woche als Kommunist bei der RKP

Florent, Freiburg

Seit ich Mitglied der RKP bin, wurde mir klar, was meine Aufgabe als überzeugter Kommunist ist: eine Partei aufzubauen, die ein revolutionäres Programm vertritt. Mit jedem Krieg, jeder Menschenrechtsverletzung und jeder Naturkatastrophe wird mir bewusster, dass dieses ganze System bis ins Mark verrottet ist und dass es deshalb eine Revolution braucht. 

Zum Glück bin ich nicht der Einzige, der so denkt. Einmal pro Woche treffe ich mich mit den anderen Parteimitgliedern meiner Stadt und diskutiere die Weltgeschehnisse aus einem marxistischen Standpunkt. Diese Ortsgruppensitzung ist das Zentrum meiner politischen Arbeit und ich will möglichst viele Lehren daraus ziehen. Das ist nur möglich, wenn ich mich im Voraus ausreichend vorbereite. Darum lese ich vor der Sitzung Artikel oder höre Podcasts, damit ich mir eine Meinung zu den jeweiligen Themen bilden kann. 

Mit jeder Diskussion wird mir bewusster, dass man gemeinsam die Welt verändern kann, wenn die Arbeiterklasse am gleichen Strang zieht. Aber wo soll ich anfangen? Diese Aufgabe bleibt kolossal. 

Als Revolutionär muss man die Welt zuerst verstehen, bevor man sie verändern kann. Mit den Genossen meiner Ortsgruppe entwickeln wir einen Bildungsplan und machen Lesekreise. Sei es Lenin, Luxemburg oder die Analysen unserer Internationalen, diese Ideen sind der Leitfaden für mein Handeln. 

Eine Revolution kann unmöglich aus einem staubigen Zimmer kommen. Die revolutionären Ideen müssen raus, auf die Strasse, zu den Menschen. Mein Ziel ist es, die RKP zur Massenpartei zu machen. Unser Programm soll ein Anziehungspunkt für alle werden, die einen Bruch mit diesem System wollen. 

Deshalb gehe ich jede Woche auf die Strasse, an Demos und vor die Uni. Den Leuten sieht man leider nicht an, ob sie Kommunisten sind oder nicht. Deshalb spreche ich einfach alle an. Mit einer Zeitung in der Hand gehe ich auf sie zu und frage, ob sie sich organisieren wollen.

Als ein Gymi-Schüler eine Zeitung kaufen wollte, erklärte ich ihm, dass der Kapitalismus keine Lösung für den Klimawandel bieten könne und unsere Lösung eine internationale Planwirtschaft sei. Er rief daraufhin seine Freunde an und lud sie zu einem gemeinsamen Gespräch ein. Ich spürte ihren Enthusiasmus und lud sie zu einer Ortsgruppensitzung ein, damit sie Mitglieder werden und dieselbe Arbeit beginnen können. 

Die krisengeprägte Periode, die auf uns zukommt, wird noch viele Leute zu revolutionären Schlüssen bringen. Bevor die Kapitalisten alles an die Wand fahren, bewaffne dich mit den Ideen und tritt der RKP bei. Gemeinsam mit den Massen zerschlagen wir dieses System und gleisen eine sozialistische Zukunft auf!


Wieso ich der RKP beigetreten bin

Efe, Bern

Ich bin beigetreten, weil ich keine Zukunft für irgendeinen Menschen (ausser der herrschenden Klasse) in diesem System sehe und deshalb eine Systemveränderung als dringend notwendig erachte – sei es für die Umwelt, die Bildung, die Lebensqualität usw.

Ich bin der Partei beigetreten, weil sowohl meine Eltern als auch ich Opfer des Kapitalismus sind. Meine Eltern leiden schon seit Jahrzehnten an Depressionen aufgrund von Rechnungen, die nicht bezahlbar sind und immer teurer werden, während der Lohn gleich bleibt. Natürlich könnte man jetzt sagen: «Wenn man finanziell nicht abgesichert ist, sollte man keine Kinder bekommen.» Aber denkt ihr nicht, dass jeder Mensch, unabhängig von Herkunft, Einkommensklasse oder Geschlecht, das Recht auf Kinder und Glück hat?

Darum setzen ich und viele weitere Genossen alles daran, dieses System zu verändern. Ich habe mich direkt dazu entschlossen, es zu meiner Pflicht und Aufgabe zu machen, so viel wie möglich dafür zu tun, damit diese Klassengesellschaft und all diese Ausbeutung ein Ende finden. Damit es keine unnötigen Kriege mehr gibt, keine Genozide mehr geschehen und verleugnet werden und keine extreme Ausbeutung wie im Kongo mehr stattfindet.

Also, was mache ich überhaupt und wie lange bin ich dabei? Ich bin erst seit knapp einem Monat dabei und versuche, in meiner Freizeit immer etwas für die Partei zu tun. Zum Beispiel versuche ich, meinen Kollegen oder auch Fremden eine Zeitung zu verkaufen. Ich plakatiere in den Strassen von Bern und sobald es zeitlich möglich ist – ich arbeite nebenbei noch 100 % – übernehme ich weitere Aufgaben.

Ich bin bereits verantwortlich für die Zeitung in meiner Ortsgruppe (d.h. die Zeitung zusammen diskutieren und sie zu verbreiten) und werde hoffentlich noch viele weitere Aufgaben übernehmen können. Für mich bedeutet diese Partei nicht nur ein bisschen Politik oder so – nein! Ich habe diese Partei als Teil von mir akzeptiert und es ist zu meiner Lebensaufgabe geworden, diese Partei so schnell und so qualitativ hochwertig wie möglich aufzubauen.

Dazu gehört natürlich nicht nur, Verantwortung für praktische Aufgaben zu übernehmen, sondern mich auch so gut wie möglich weiterzubilden und den Marxismus zu studieren, auch wenn das bedeutet, weniger TikTok zu schauen und mehr Bücher zu lesen.

Also, steht ein für die Revolution!

Proletarier aller Kantone und Länder, vereinigt euch!