Für uns MarxistInnen ist die Frauenunterdrückung kein nebensächlicher Widerspruch, sondern eine der ältesten und barbarischsten Unterdrückungsformen der Klassengesellschaft. Dementsprechend umfassend ist die Literatur zum Thema. Diese Leseliste gibt eine Einführung in die wichtigsten Aspekte und umfasst sowohl historische und aktuelle Analysen zur Frauenunterdrückung, als auch theoretische Auseinandersetzungen mit nicht-marxistischen Theorien und Ideen der modernen Frauen- und LGBT+-Bewegung. Weiterführende Literatur zum Thema findest du auf unserer Internationalen Website (In Defence of Marxism) auf Englisch und weitere Sprachen.
In diesem Artikel umreissen wir die ersten Schritte, die der Marxismus im Kampf für die Rechte der Frau aufzeigte; wir untersuchen, was die erste erfolgreiche Revolution für die Emanzipation der Frau bedeutete; wir betrachten die Lebensbedingungen von Frauen im Kapitalismus sowohl in fortgeschrittenen kapitalistischen Ländern als auch in der Dritten Welt; und schliesslich stellen wir die Frage, wie die Ungleichheit zwischen Frau und Mann endgültig beseitigt werden kann. Geschrieben von Alan Woods und Anna Munoz; erstmals erschienen 2002. Abgedruckt im Buch: «Marxismus und Frauenbefreiung».
Die Notwendigkeit dieses Buches erklärt sich heute in doppelter Weise. Zum einen sehen wir, dass sich die objektiven Bedingungen der Frauen weltweit verschlechtern und diese mit zunehmender Dringlichkeit nach Antworten verlangen. Zum anderen bieten weder die feministischen Führungen noch die Frauenrechtler in den Arbeiterorganisationen einen Ausweg aus dieser Misere. Wir sind überzeugt, dass der Marxismus genau diese Antworten liefern kann. Er bietet nicht nur eine Erklärung der Frauenunterdrückung, sondern zeigt auch den Weg zu ihrer Überwindung. Abgedruckt im Buch: «Marxismus und Frauenbefreiung».
Dieser Klassiker zählt zur Pflichtlektüre für MarxistInnen und liefert – unter anderem – den bis heute gültigen Schlüssel zur Überwindung der Frauenunterdrückung. Erstmals 1884 erschienen, stützt sich das Werk auf die Forschungen des Anthropologen Lewis Henry Morgan und zieht daraus revolutionäre Schlussfolgerungen: Die Familie ist keine ewig gleichbleibende Institution, sondern hat sich im Laufe der Geschichte immer wieder grundlegend verändert. Engels zeigt auf, wie die wirtschaftlichen Grundlagen einer Gesellschaft bestimmen, welche Formen die Familie annimmt.
Dies ist eine vom Englischen übersetzte Verteidigungsschrift von Rob Sewell, die in unserer Neuausgabe von Friedrich Engels „Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates“ abgedruckt ist.
Für 270’000 tausend Jahre der Existenz des modernen Menschen lebten wir ohne Frauenunterdrückung. Die systematische Unterdrückung der Frauen ist ein modern Erfindung. Und sie ist ein Produkt der Geschichte und der Gesellschaft. Doch welche Gesellschaft braucht den sowas? Und wieso? Gehalten an der Maischule 2021 von Caspar Oertli.
In den letzten Jahren hat sich der Kampf gegen Geschlechterunterdrückung und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung in vielen Ländern zu Massenbewegungen entwickelt. Über Geschichte, Theorie und Perspektive für die Emanzipation. Von Falce Martello, dem Theoriemagazin der italienischen IMT-Sektion.
Der Zweck dieses 2018 von der International Marxist Tendency (IMT) beschlossenen Dokuments ist es, eine klare Trennlinie zwischen einer Reihe idealistischer und postmoderner Ideen und dem Marxismus zu ziehen.
Wir veröffentlichen hier eine Übersetzung des Artikels „Marxism vs. Intersectionality“ unserer kanadischen Schwesterorganisation Fightback. Er behandelt die Entwicklung der Intersektionalitätstheorie, ihr Verhältnis zum Marxismus und inwiefern sie sich als Werkzeug zur Emanzipation eignet.
Unterdrückung und Diskriminierung sind ein nicht wegzudenkender Bestandteil des herrschenden Systems. Als MarxistInnen kämpfen wir entschlossen gegen jede Form von Sexismus, Diskriminierung und Unterdrückung. Doch wir müssen die Frage, wie wir diese barbarischen Zustände überwinden können und die freie Entfaltung aller Menschen sicherstellen können, mit Ernsthaftigkeit behandeln. Das heisst auch, Diskussionen über Theorien und Methoden zur Befreiung zu führen.
Die Schweiz hat den weltweit zweithöchsten Anteil an Teilzeit arbeitenden Frauen. Die fatalen Auswirkungen entblössen den zutiefst reaktionären Charakter des Schweizer Kapitalismus.
Am 14. Juni 2019 fand in der Schweiz der Frauenstreik statt. Dieser grosse Tag im Kampf gegen die Frauenunterdrückung darf kein isolierter Akt bleiben. Die Frage stellt sich auch heute: Wie soll es weitergehen? Wir von der marxistischen Strömung der Funke schlagen im Folgenden ein Programm vor.
Der Frauenstreik vom 14. Juni nahm in vielen Städten einen wahren Massencharakter an. Wie kam es dazu? Und welche Schlussfolgerungen können wir aus der grössten Mobilisierung seit Jahrzehnten ziehen?
Europa — von Emanuel Tomaselli, RKI Österreich — 16. 11. 2024
Berichte & Rezensionen — von Die Redaktion — 15. 11. 2024
Nordamerika — von der Redaktion — 13. 11. 2024
Europa — von Jack Halinski-Fitzpatrick, marxist.com — 11. 11. 2024